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VISIONEN. Otto Piene


Sammlung Robert Simon

26.05.2026 – 26.08.2026


„Mein höherer Traum betrifft die Projektion des Lichts in den großen Nachthimmel, das Ertasten des Universums, so wie es sich dem Licht bietet, unberührt, ohne Hindernisse – der Luftraum ist der einzige, der dem Menschen fast unbegrenzte Freiheit bietet.“


Otto Piene
(1928 –2014)

Schon als junger Künstler war Otto Piene bereit, auf der Suche nach neuen Formen des Kunstschaffens mutige Wege einzuschlagen. Er entwickelte buchstäblich hochfliegende Ideen, genauer: die Vision einer Himmelskunst als Friedens- und Freiheitsbotschaft.

Das „Malmaterial“ für seine Sky Art waren langgestreckte, helium- oder heißluftgefüllte Ballons, wie sie Meteorologen zur Durchführung von Messungen in hohen Schichten der Erdatmosphäre einsetzen. Mit diesen viele Meter langen Schläuchen aus hauchzarter Kunststofffolie zeichnete Piene gigantische Bögen, Linien und Buchstaben an den Himmel. Er ließ Menschen in luftige Höhen steigen, malte Wörter an den Himmel und hob einen leuchtenden Regenbogen über das Münchner Olympiastadion. Auch Blüten, Tiere und Kometen zeichnete er aus leichter Ballonseide in den Himmel – wie zum Beispiel 2001 vor der Oper in Hannover und vor dem Celler Residenzschloss. Übrigens: Die fliegenden Sterne der Sky Art Events waren auch das Vorbild für das Skulpturenpaar „Feuerwerk für Celle“ zwischen Kunstmuseum und Stadtkirche.