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Herzlich Willkommen im Pressebereich
des Kunstmuseums Celle

Hier stellen wir Journalist:innen Pressemitteilungen und Pressefotos zur Verfügung und informieren über die nächsten Pressetermine. 

09.12.2021

LICHTBRINGER
Kunstmuseum Celle zeigt Lichtkunst-Highlights aus der Sammlung Robert Simon
CELLE. Lichtkunst zeigt, was Licht sein und bedeuten kann: Zeitmesser, Kommunikations-instrument, Blendwerk, magischer Verwandler und nicht zuletzt die schnellste Welle im Universum. Mit über 40 Positionen und fast 100 Werken internationaler Lichtkunst besitzt das Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon eine der größten öffentlich zugänglichen Sammlungen dieser Art.

molitor & kuzmin

molitor & kuzmin, Frachtgut, 1998

Die neue Ausstellung – ergänzt um die raumfüllende Lichtkunst-Installation „ME!“ des Essener Künstlers Christoph Hildebrand im Foyerkubus – bringt jetzt richtig Licht in die dunkle Jahreszeit. „4+20 Lichtstunden“ verweist auf das ungewöhnliche Konzept des Museums als 24-Stunden-Kunstmuseum: Am Tag be- und erleuchtet eine Auswahl von 24 Positionen aus der Sammlung die Museumsräume. Alles andere Licht bleibt in dieser Zeit ausgeschaltet. Die Kuratorinnen Daphne Mattner und Julia Otto haben mit sparsam und spannungsvoll platzierten Werken atmosphärisch dichte Räume komponiert. Die Zusammenstellung bietet nicht nur einen Einblick in das Denken und Schaffen der Künstlerinnen und Künstler, sie schärft auch das Bewusstsein für das Sehen und Verstehen von Lichtphänomenen. Der Innenbereich des Kunstmuseum Celle wird so völlig neu erfahrbar als sinnlicher Reflektions- und Resonanzraum voll Weite, Licht und Farben.

Zusätzlich strahlt bei Nacht Lichtkunst rund um die Fassade und lädt zum nächtlichen Kunst-Spaziergang. Als bemerkenswerte Erweiterung des Kunstmuseums ist in Celle außerdem der Lichtkunstbahnhof zu entdecken. Er bietet rund um die Uhr, aber besonders schön nach Einbruch der Dämmerung, weitere spannende Erleuchtungen mit mehreren neuen Installationen.

Die Ausstellung eröffnet am 10. Dezember 2021. Mit Rücksicht auf die aktuelle Situation findet keine Eröffnungsveranstaltung statt. Das Haus ist aber an diesem Tag zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet. Zu dieser Zeit ist der Eintritt frei. Der Besuch ist möglich für Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem Test (2G plus), mit FFP2-Maske und Erfassung der Kontaktdaten.

4+20 Lichtstunden. Piene, Kuball, Kowanz, Van Munster …
Christoph Hildebrand. ME!
10. Dezember 2021 – 20. März 2022

Öffnungszeiten:

Täglich 17-11 Uhr (Lichtkunst im Außenbereich und am Bahnhof, Eintritt frei)
Di – So 11-17 Uhr (im Kunstmuseum | Sammlung und Sonderausstellungen)
 


14.10.2021

Die Kunsthistorikerin Ulrike Gehring erhält den Deutschen Lichtkunstpreis

Prof. Dr. Ulrike Gehring Prof. Dr. Ulrike Gehring (Trier) erhält
den Deutschen Lichtkunstpreis 2022
Foto: Friedemann Ulbrich

CELLE. Überraschende Entscheidung der Jury: Erstmals geht der Deutsche Lichtkunstpreis nicht an einen Künstler oder eine Künstlerin, sondern in die kunsthistorische Forschung. Die Robert Simon Kunststiftung ehrt die herausragende wissenschaftliche Leistung der Kunsthistorikerin Prof. Dr. Ulrike Gehring (Universität Trier). Damit erhält sie als fünfte Preisträgerin die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung. Der Deutsche Lichtkunstpreis wird alle zwei Jahre im Kunstmuseum Celle verliehen. Erster Preisträger war 2014 Otto Piene (USA/DE). Es folgten die Lichtkünstler*innen Mischa Kuball (DE), Brigitte Kowanz (AUS) und Jan van Munster (NL). Bewusst öffnet die Jury den Preis diesmal der Lichtkunstforschung, um die enge Zusammenarbeit zwischen Lichtkunst, deren theoretischer Erforschung und musealer Präsentation zu stärken.

Ulrike Gehring (*1969) ist internationale Expertin für Lichtkunst des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei insbesondere ihre Forschungsarbeiten zur kalifornischen Light & Space-Bewegung sowie die jüngeren Veröffentlichungen zum ‚Licht‘ in Mark Rothkos Farbfeldern weitreichend rezipiert und geehrt wurden. Nach ihrer Promotion zur amerikanischen Lichtkunst war sie zunächst Kuratorin am ZKM Karlsruhe (Zentrum für Kunst und Medien). 2003 erhielt sie einen Ruf als Juniorprofessorin für Gegenwartskunst und Neue Medien. Seit 2009 ist Ulrike Gehring Professorin für Kunstgeschichte der Moderne an der Universität Trier. Dort initiierte sie 2015 zusammen mit Stephan Brakensiek den »» generator  medienkunstlabor trier, eine kuratorische Plattform für Studierende des Faches Kunstgeschichte.

„Die wissenschaftliche Erforschung des Mediums Licht in Praxis und Theorie halten wir für außerordentlich wichtig. Das zeigen wir mit der Verleihung des fünften Lichtkunstpreises an eine der wenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit diesem Forschungsschwerpunkt.“, erklärt Museumsgründer Robert Simon die Auswahl der Preisträgerin.
Das Kunstmuseum Celle beherbergt eine der umfangreichsten Museumssammlungen aktueller Lichtkunst in Europa. Es wurde 1998 als erstes 24-Stunden-Kunstmuseum gegründet. Der Deutsche Lichtkunstpreis wird im Januar 2022 im Rahmen eines Festaktes im Kunstmuseum Celle übergeben.
 

Ulrike Gehring (*1969) studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in Frankfurt/Main und Paris. Sie war Stipendiatin am Institut d’Histoire de l’Art et Archéologie an der Université Paris-Sorbonne (Paris IV). Es folgten Forschungsaufenthalte in Washington und New York. 2003 promovierte sie über den Funktions- und Bedeutungswandel des Lichts in der amerikanischen Kunst nach 1945 in Frankfurt/ Main und Hamburg.

Von 2001–03 war sie am ZKM Karlsruhe wissenschaftliche Volontärin, ab 2003 dort Kuratorin. Sie konzipierte die Ausstellung Obsessive Malerei (2003/04) und nahm parallel zu ihrer Museumstätigkeit Lehraufträge an den Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg wahr.

2003 wurde Ulrike Gehring an der Universität Trier als Juniorprofessorin im Fach Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Kunst der Moderne, Gegenwartskunst und Neue Medien berufen. 2006 etablierte sie einen weiteren, nun frühneuzeitlichen Forschungsschwerpunkt in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Diesen verfolgte sie auch 2008 während eines Forschungsstipendiums am German Historical Institute London. 2006 bis 2011 war Ulrike Gehring Mitherausgeberin der kritischen berichte. zeitschrift für kunst- und kulturwissenschaften; seit 2009 ist sie Professorin im Fach Kunstgeschichte an der Universität Trier.

2014 realisierte sie am ZKM Karlsruhe die Ausstellung Mapping Spaces. Networks of Knowledge in 17th Century Landscape Painting. Das Projekt fand in mehreren Forschungskooperationen seine Fortsetzung, darunter TRANSMARE, einem von zwei profilbildenden Forschungsbereichen der Universität Trier, den sie zusammen mit Christoph Schäfer leitet.

2015 initiierte Ulrike Gehring mit Stephan Brakensiek die kuratorische Plattform »»generator. medienkunstlabor trier mit jährlich wechselnden Lichtkunst-Ausstellungen.
Ulrike Gehring gilt heute als Expertin für Lichtkunst des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei insbesondere ihre Forschungsarbeiten zur kalifornischen Light & Space-Bewegung sowie die jüngeren Veröffentlichungen zum Licht in den Farbfeldern Mark Rothko weitreichend rezipiert und geehrt wurden. Ulrike Gehring ist zudem Vizepräsidentin der Universität Trier (seit 2019).

pdf-Datei Pressemeldung Lichtkunstpreis 2022

Prof. Dr. Ulrike Gehring (duckfähiges Foto)