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Mehr Licht! 

Neon. Laser. Leuchtstoffröhre
bis 11. September 2022

Umschalten auf Sommerzeit – das gilt nicht nur für Uhren, sondern auch für Lichtkunst. Unter dem Motto „Mehr Licht!“ hat das Kunstmuseum im Frühjahr die Lichtkunst-Ausstellung aus eigenen Beständen neu eingerichtet und umgeräumt. Zu sehen ist eine Auswahl aus der umfangreichen Lichtkunst-Sammlung des Hauses, die zu einer der größten öffentlichen Kollektionen dieser Art im deutschsprachigen Raum gehört. Die Schau wird ergänzt um besondere Räume und Installationen, die als Leihgaben von außen kommen.

Dazu zählt das spannende Sonnen-Modell „Five suns (Eclipse)“, das Mischa Kuball 2021 für das Kunstmuseum entwickelt hat. Es ist eine künstlerisch-philosophische Reflexion über menschliche Beobachtungs- und Erkenntnismöglichkeit, anknüpfend das an Experimente zur Beobachtung der Sonnenflecken (unter anderem von Galileo Galilei). Imposant ist auch die Projektionsarbeit „Where is my destiny?“ des Künstler-Duos Hartung | Trenz. Sie zeigt eine Art Kamerafahrt rund um und mitten hinein ein einen kreisenden Kosmos aus Buchstaben.
Direkt hier im Haus aktiv waren selbstfahrende Laser-Roboter der Künstlerin Margareta Hesse. Die Dokumentation ihrer Performance „Irrlichter“ (2014) ist selbst zum Kunstwerk geworden und lässt die Roboter per Beamer-Projektion wie rot leuchtende Erscheinungen weiter im Raum herumgeistern.

Es ist also viel Leuchtendes zu entdecken – und zwar nicht nur am Tag und im Museum selbst. Ab Einbruch der Dämmerung leuchtet das Haus auch von außen. Die Nachtausstellung lockt mit Blitzen und Blinken zum Lichtkunst-Spaziergang rund um das Gebäude. Wem das Lust macht auf noch mehr Lichtkunst, sollte einen Blick in den Celler Bahnhof werfen, Deutschlands ersten Lichtkunst-Bahnhof.