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"Lichtgestalt" Robert Simon wird Celler Ehrenbürger

Für Celle ist er eine „Lichtgestalt“. Weil er die Herzogstadt von einem weißen Fleck zu einem Highlight auf der Landkarte der modernen Kunst gemacht hat, wird Robert Simon nun die Celler Ehrenbürgerwürde verliehen.

Cellesche Zeitung, 15.10.2015 - von Michael Ende

CELLE. Dass sich im Celler Stadtrat alle einig sind, erlebt man eher selten. Am Mittwochabend war das der Fall, als es um Robert Simon ging. Einstimmig beschloss der Rat, den Mann, dessen Wahlspruch es ist, fehlendes Geld durch die Kraft der Idee zu ersetzen, zum Ehrenbürger zu ernennen.

Seit den Anfängen von Simons Engagement in Celle – er stellte vor 20 Jahren Bestände seiner Privatsammlung für eine Ausstellung im Erdgeschoss des Erweiterungsbaues des Bomann-Museums zur Verfügung – entwickelte sich das Erfolgsmodell einer Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und öffentlichem Träger, die in Deutschland ihresgleichen sucht.

Simon habe seiner Partnerin, der Kunst-Stiftung Celle, und damit der Stadt Celle nicht nur seine Sammlung, sondern auch seine Arbeitskraft, seinen Ideenreichtum und seine Kontakte unentgeltlich zur Verfügung gestellt, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD): „Von der ersten Ausstellung aus seiner Sammlung 1995 an hat er die Konzepte entwickelt und die zur Umsetzung erforderlichen Drittmittel mit erheblichem persönlichen Einsatz selbst eingeworben.“

Die Arbeit Simons habe dazu geführt, dass er für Celle im Jahr 1998 das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt entwickelte und Celle damit zu einem der wichtigsten Austragungsorte für Lichtkunst gemacht habe, so Mende: „Dieser Schritt verhalf dem Museum und damit der Stadt Celle zu internationaler Aufmerksamkeit.“ Simon habe es geschafft, Celle auf der Landkarte der internationalen zeitgenössischen Kunst zu einem wichtigen Anlaufpunkt zu machen, und zwar durch die hervorragenden Ausstellungen nicht nur aus dem Bereich Lichtkunst sowie durch ungewöhnliche Projekte, die im Kunstmuseum sowie im öffentlichen Raum realisiert wurden und werden.

Simon freute sich über die Ehrung, die ihm offiziell am 8. November in seinem Kunstmuseum zuteil werden soll: „Bedanken möchte ich mich bei allen, die durch ihr Interesse und Engagement am Auf- und Ausbau unseres Museums mitgewirkt haben. Es war und ist mein erklärtes Ziel, allen Bürgern wie auch den Besuchern dieser Stadt den Zugang zur zeitgenössischen Kunst zu ermöglichen.“